Werk 2 Kulturfabrik

Werk2
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Adresse
Kochstr. 132
Leipzig


www.werk-2.de

Das WERK 2 wurde 1848 von dem Franzosen Ed. Siry als Fabrik für Gasmesseranlagen im dörflichen geprägten Connewitz auf noch weithin unbewohntem Gelände gegründet.

1863 wird die Gasmesserfabrik durch eine Eisengießerei erweitert, infolgedessen beteiligt sich der Unternehmer Wilhelm Schirmer und führt das Unternehmen nach der Übernahme im Jahre 1888 unter dem Namen Schirmer, Richter & Co fort. Kernstück dieser im Zuge der allgemeinen Industrialisierung kompletten Umgestaltung des Geländes wird die 1886 errichtete Industriehalle A in Form einer dreischiffigen Basilika, welche heute als Veranstaltungshalle genutzt wird. In den Folgejahren erweitert sich der Bestand um die Nebengebäude des von der Kochstraße zugänglichen Betriebshofes. Dieser besticht noch heute mit seinem Charme von Industriearchitektur, freier Kulturnutzung und Gastronomie.

In der gleichen Zeit wurde die heute als kleine Veranstaltungshalle genutzte Halle D errichtet, welche als Besonderheit ihre Gründung auf gemauerten Pfeilern, die bis zu 8,00 m ins Erdreich abgesenkt worden, aufweist. Seit dem Kriegsjahr 1940 wurde das florierende Unternehmen, da auf französischem Kapital beruhend, treuhänderisch verwaltet. Zu den dunklen Kapiteln zählt die Errichtung eines Zwangsarbeiterlagers auf dem Gelände ab 1942/43. 1948 übernahm die Stadt Leipzig die Verwaltung. 1952 erfolgte die Angliederung als Zweigstelle (Werk II) an den „VEB Werkstoffprüfmaschinen Leipzig“ (ehemals Firma Louis Schopper, Stammbetrieb Alfred-Kästner-Str. 61) angegliedert.

Mit Abwicklung des VEB-Bestandes und dem Versuch einer Rettung der wirtschaftlichen Strukturen durch eine Auffanggesellschaft 1990/91 entstanden erste Ideen für eine kulturelle Nutzung, welche 1992 mit der Gründung des Leipziger Kulturzentrums Connewitzer Kreuz e.V., dem heutigen WERK 2 – Kulturfabrik Leipzig e.V. den Nutzungsbeginn als größtes soziokulturelles Zentrum in Sachsen starteten. Mit der seit 1996 behutsamen und schrittweisen Sanierung des Geländes wurde gleichzeitig ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Umnutzung denkmalgeschützer Industriearchitektur in eine moderne kulturelle Nutzung geschaffen.

Neben drei Kreativwerkstätten (Grafikdruckwerkstatt, Glasbläserei, Keramikwerkstatt) und verschiedenen altersübergreifenden Projekten spielt die Livemusik eine zentrale Rolle. Seit der Wiedereröffnung der sanierten Halle A im Jahr 1999 und vor allem seit der Eröffnung der kleineren Halle D 2010 wächst die programmatische Vielfalt im WERK 2 kontinuierlich an und reicht von Konzerten über Theater bis hin zu Messen und Lesungen für alle Altersgruppen. Auf dem Gelände arbeiten zahlreiche weitere Vereine, Künstler, Gruppen und Unternehmen und prägen gemeinsam mit dem WERK 2 das kulturelle Bild des Leipziger Südens. Regelmäßig werden öffentliche Führungen angeboten, so unter anderem zum Tag der Industriekultur und zum Tag des offenen Denkmals.

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