Who The F@*k is Dr. Shepherd?

Da tauchte es auf einmal auf, aus dem Nichts, vorher nur durch Gerüchte und O-Töne angekündigt: Das Debüt Neonlight Album, My Galactic Tale. Wir sagen herzlichen Glückwunsch und Chapeau!

Und ja, mit Neurofunk kann ich immer noch nicht viel anfangen, aber das spielt hier fast keine Rolle, denn dieses Album ist viel mehr als „nur“ Neurofunk. Wie die zwei vorherigen EPs Sidus und Edge, ist das Album auf einem Konzept aufgebaut. Und dieses ist ziemlich vielseitig und kreativ! Wer die CD kauft, bekommt ein sehr schickes Booklet mit einem Comic, das die Hintergrundgeschichte des Albums darstellt.
Das Intro allein reicht im Prinzip schon aus, um die ganze Geschichte zu kennen, es ist aber viel geiler und sehr zu empfehlen, das Booklet beim Hören des Albums durch zu lesen. Beides ergänzt sich nämlich sehr gut und der konzeptionelle Hintergrund des Albums ist deutlich zu erkennen. Durch die Geschichte nimmt man die Tracks besser wahr, was mir vor allem bei Tailspin aufgefallen ist. Es fetzt einfach sehr, die Tracks für sich mit der Geschichte zu verbinden, die Intention zu verstehen oder vielleicht zu interpretieren. Schon allein, dass solche Gedanken möglich sind, zeigt, was für einen Wert das Album hat, wie viel Arbeit dahinter steckt und was für eine Qualität hier abgeliefert wurde! Wer nun Dr. Martin Shepherd ist, müsst ihr wohl selbst herausfinden.

Natürlich ist das Album, wie auch alles andere von Neonlight energiegeladen, ravig, bis hin zur totalen Zerstörung aber eben auch mal anders: Da wird probiert und sich von der bekannten Linie auch mal entfernt. Nichts anderes von ihnen hat mir so sehr zugesagt, wie das Album, vor allem in Kontext der konzeptionellen Geschichte.
Ich gebe normalerweise gerne noch eine Art Empfehlung raus, wem das Release zusagen könnte, hier aber kann ich das nicht, denn es ist für alle interessant und sogar Leute, die mehr auf den experimentelleren Drum & Bass, oder gar nicht auf dieses Genre stehen, sollten zumindest mal reingehört und die Geschichte gelesen haben.

Bei den Kollegen von FrohFroh gibt es ein ausführliches Interview zu den beiden, in dem sie sowohl auf das Album, als auf sich und auch auf die Leipziger Drum & Bass Szene eingehen. Sehr zu empfehlen!
Und nebenbei ist auch noch eine dicke Compilation von Blackout erschienen, die einige Tracks von Neonlight und auch Wintermute beinhaltet!

Die Story gibt es hier auf der Seite von Neonlight.

www.neonlightmusic.com
www.soundcloud.com/neonlightmusic

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