Thema: Clubkultur / Politik / Sperrstunde

Bereits ende Juni begann die Diskussion um die Sperrstundenregelung aus dem Sächsischen Gesetz. Aufgrund von Lärmbeschwerden wurde dieses eigentlich kaum beachtete Gesetz beim Institut für Zukunft angewendet, von 5 – 6 müssen die Türen nun zu bleiben.
Die Global Space Odyssey hat am 01. Juli auf ihrer kulturpolitischen Demonstration das Thema aufgegriffen mit Redebeiträgen von Steffen Kache (Distillery) und Jürgen Kasek (Rechtsanwalt des IfZ). Diese könnt ihr nachhören und sehen auf der Webseite der L-IZ.
Zu selben Zeit startete eine Petition gegen die Sperrstunde die nun mit 8000 Unterschriften abgeschlossen ist und feierlich übergeben wurde.

Vor ein paar Tagen erschien darüber ein Beitrag bei Deutschlandfunk Kultur, bei dem sich Mitbetreiber des IfZ, Alexander Loth und Olav Möller, der politische Sprecher der LiveKomm über die Sinnlosigkeit der Sperrstunde äußerten. „Diese Sperrstunde nützt keinem was, von fünf bis sechs die Musik auszumachen, wenn Lärmschutzmaßnahmen ergriffen wurden oder Genehmigungen bereits erteilt wurden.“ Sagt Olav Möller bei Deutschlandfunk Kultur.

Beitrag: „Staatlich verordnete Feierpause?“
Deutschlandfunk Kultur

Die Aufhebung der Sperrstunde könnte durch die Petition und einem Antrag mehrerer Parteien im Oktober durch sein. Von einer Anerkennung des Clubs als eine Kulturstätte und die damit verbunden Privilegien ist man in der Politik allerdings noch weit entfernt.
Der Verband der Musikspielstätten „LiveKomm“ hat zum Anlass der Bundestagswahl den Parteien (ausgenommen AFD) Clubspezifische Fragen gestellt und deren Antworten in eine gut verständliche Broschüre gedruckt. Diese könnt ihr in verschiedenen Clubs (u.a. Distillery), aber auch im Internet finden.

Flyer: „Club ist Lebensqualität“
LiveKomm

Mit Daumen hoch, mittig oder runter wird hier grafisch dargestellt, wie sich die Parteien zu verschiedenen Forderungen positionieren. Diese Forderungen und die Antworten der Parteien findet ihr ausführlich hier auf der Seite der LiveKomm. Die Stellungnahmen der Parteien dienen zum einen Wählenden in ihrer Entscheidungsfindung, helfen aber auch dabei, in der kommenden Periode Druck auf die Politik ausüben zu können.
Im Vorfeld der Wahl wurden auch Politiker/innen aus Leipzig zu einer Diskussion eingeladen und die Forderungen der LiveKomm vorgestellt. Die Politiker/innen, einige davon Direktkanditat/innen konnten dort ihre Haltung und die Haltung ihrer Parteien äußern und Begründen.

Podiumsdiskussion mit den Leipziger Kandidaten zur Bundestagswahl zu Themen der Clubkultur

Mit dem Programm „Was wir wollen“ hat die LiveKomm zum einen die Parteien zu klaren Positionierungen bewogen und zum anderen aber auch sinnvolle und konstruktive Forderungen gestellt, um Konflikte im clubkulturellen Kontext zu lösen und Zustände zu verbessern. Definitiv Hilfreich für die Entscheidungsfindung vor der Wahl!

www.livekomm.org

Picture by: Light & Vibes Photography

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