Neonlight Workshop #1: Mixing

Jeder, der schon einmal elektronische Musik gemacht hat, weiß, dass jede noch so gute musikalische Idee von einem schwachbrüstigen Mix zunichte gemacht werden kann. Ganz besonders im Drum & Bass, wo es um Druck und Loudness geht, sind gute Mixingskills besonders vonnöten.

Es gibt viele Tutorials auf YouTube zu diesem Thema. Allerdings kann man dort nicht gleich nachfragen, wenn man etwas nicht verstanden hat oder weiteres Wissen fehlt. Die Jungs von Neonlight haben es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Problem anzugehen und laden am 21.04.2018 zu ihrem sechsstündigen Workshop in ihr Studio im Leipziger Westen ein.

Beim ersten von zwei Workshops stehen EQ und Compressor im Vordergrund. Klingt erstmal nicht so spannend, kann aber viele Fragen* aufwerfen:

Wie zum Beispiel stelle ich doch gleich den Compressor ein, wenn ich eine knallige Snare haben möchte? Oder woher kommt mehr Punch in der Bassdrum? Und wie verhält es sich bei einer Gruppenspur? Da lieber ein Multiband-Compressor? Oder doch besser parallel? Und am Ende klingt irgendwie alles zermatscht. Hab ich da beim Limiter etwas falsch eingestellt? Ach, und die Vocals! Die kommen ja überhaupt nicht durch. Wie war das nochmal mit Sidechain-Compression?

Aber wenigstens kann man beim EQ nicht viel falsch machen. Habe ich doch neulich etwas von dem M/S-Trick gehört, wo man das Mono-Signal unabhängig vom Seitensignal bearbeiten kann! Aber wo macht das Sinn? Und dann sagen viele, bei digitalen EQs sollte man lieber „rausnehmen“ statt „reindrehen“. Warum gibt es eigentlich so viele verschiedene EQs, machen doch eh alle das Gleiche, oder? Ich sehne mich doch nur nach seidigem Glanz für die Hihats. Probiere ich den Enhancer? Oder doch eine Vintage-Tape-Emulation? Und meine Synthis dröhnen so, wenn sie im unteren Register spielen. Aber ohne Bässe klingen sie auch nicht gut. Die Reece-Bässe klingen solo prima, aber in der Summe… Habe ich da etwa ’ne Phasenauslöschung irgendwo?

Es kommt also doch auf die Details an! Im Workshop wird auf die supertollen secret Plug-ins verzichtet und sich mit Butter und Brot des Mischens befasst. Vielleicht löst das viel mehr Probleme, als man vorher geahnt hätte.

Zu guter Letzt kann jeder einen eigenen Track mitbringen und sich von den Sound-Monteuren direkt Feedback dazu abholen. Was stimmt hier nicht im Mix? Ich komme im Arrangement nicht weiter. Warum ist mein eigener Tune so leise gegenüber all den anderen?

Schön, dass man endlich mal jemanden fragen kann, der sich damit auskennt.

Weitere Infos inklusive der Anmeldung und den Teilnahmegebühren finden sich hinter folgendem Veranstaltungslink: https://www.facebook.com/events/418557295235650/

*Diese unglaublich umfangreiche Fragensammlung wurde freundlicherweise von Jakob Neonlight zur Verfügung gestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.