DREADMAUL – DUST & BONES [BOUNDLESS BEATZ]

War jemand von euch schon mal bei einer Voodoo-Zeremonie dabei? Ich nicht. Ich wüsste nicht mal, wohin ich dafür reisen müsste. Aber warum die Komfortzone verlassen, wenn man sich das Erlebnis auch einfach nach Hause holen kann?

Dennis Leick, den Heads auch als dreadmaul bekannt, brachte kürzlich mit Dust & Bones bereits zum dritten Mal eine EP auf Boundless Beatz heraus. Der jährlichen Tradition folgend ist auch dieser Release von einem düsteren, atmosphärischen Sound durchdrungen, welcher sofort Assoziationen von Stammesritualen am nächtlichen Feuer weckt.

Ich habe dreadmaul erst kürzlich wieder auf einer Party in Leipzig getroffen und schätze ihn als entspannten, sympathischen Dude ein. Aber chillige Wasser sind tief und in tiefen Gewässern ist es bekanntermaßen dark. Und um darke Musik zu zelebrieren, muss man schon etwas nerdy (nicht abwertend gemeint) sein und das ist er in gewisser Weise, wenn man seine letzten beiden EPs auf Boundless Beatz zum Vergleich heranzieht. Dabei kristallisiert sich nämlich eine Gedanke sofort heraus: Voodoo.

Voodoo ist eben sein Steckenpferd, wie er letztens im Interview mit Rbyn preisgab. Und dieses Motiv weiß dreadmaul sehr gut in seinen Produktionen umzusetzen. Am deutlichsten ist dies bei Vodou Priestress herauszuhören, was unter anderem dem sehr passenden Vocal-Sample geschuldet ist, welches sich durch das Intro zieht.

Düster können viele, aber dabei eine experimentelle Richtung einschlagen und trotzdem die Leute hypnotisch auf dem Dancefloor keepen, das gelingt nur wenigen. Dreadmaul erreicht dies meiner Meinung nach durch seine sehr interessanten Drum-Pattern gepaart mit adäquaten Percussions. Am schönsten zu hören in Strange Raw von ihm und linkZ.

Etwas aus der Reihe tanzt der Track Angel, sowohl rhythmisch als auch von der Stimmung her (sagt ja schon der Name). Dennoch ist er für sich sehr schöner Halftime.

Alles in allem ein sehr gelungener Release. Ich finde es respektabel, wenn sich jemand ein musikalisches Ziel setzt und dieses mit Bravour erreicht. Nerd halt. Während ich das Review schrieb, kam übrigens meine Nachbarin hoch und hat mich gefragt, ob ich den Bass runterdrehen kann. Ich denke mal, das sollte man hier ruhig protokollieren.

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Digital-Tunes: https://www.digital-tunes.net/releases/dust_and_bones
Beatport: https://www.beatport.com/release/dust-and-bones/1961377
Juno Download: http://www.junodownload.com/products/dreadmaul-dust-bones/3351403-02/
iTunes: https://itunes.apple.com/de/album/dust-and-bones-ep/id1208090620?app=itunes&ign-mpt=uo%3D4
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