Elemental, Martsman, Diphasic & Lowcut – Snailphonkdubs EP [Alphacut]

Ein letztes mal dieses Jahr meldet sich Alphacut mit einer neuen, vier Tracks großen Schallplatte. Nach der 3003 kommt bekanntlich die 3004 und diese ist mit Songs von Elemental (bekannt von seinem Alphacutauri Release), Diphasic, Lowcut & Martsman bestückt. Der minimalistischere halftime Sound dieser EP erinnert mehr an die Musik des Tochterlabels Alphacutauri als an den durchaus auch mal schrammelnden Sound des Parentlabels. Aber das ist ja gar nicht so schlimm, nicht immer stricktly forward zu gehen und vielleicht wird der Labelhead LXC auch einfach nur alt, das wäre aber auch nicht schlimm.

Vielleicht trägt auch der starter Tune von Elemental dazu bei, dass diese EP wie eingangs erwähnt an das Tochterlabel erinnert. Allerdings sollte dazu gesagt werden, dass sich Touch Wood durch seine dreckigen Drums und viel gespiele im höheren Bereich schon wieder von der EP auf Alphacutauri distanziert und andere, wie immer experimentelle und spannende Wege einschlägt.
Naja und der folgende Tune Axe Why Dread von Martsman hat mal wieder diese Art an sich, so unglaublich trocken zu sein. Wie schon mehrmals in Alphacut Rezensionen erwähnt, kann ich persönlich damit nichts anfangen obwohl ich der festen Überzeugung bin, dass auch diese trockenen, treibenden Sounds ihre Berechtigung haben. Wer möchte, darf natürlich gerne eine andere Meinung in die Kommentarspalte packen.

Für mich spannender ist demnach die B-Seite mit Songs vom Diphasic und Lowcut, die mehr Reggae, Dub und Jungle Einflüsse genießt. Ich will ja jetzt nicht schreiben, dass das dann mehr so wie 45Seven klingt, aber…
Schön treibend und leichtfüßig klingt Eight Times, was den toll arrangierten Snares geschuldet ist und einer Bassline die mich ein wenig an Safe From Harm von Massive Attack erinnert. Wäre das vielleicht ein Fall für die Who Sampled Sendungen?
Zum Abschluss noch das gute Stück Linndub von Lowcut, das wiedermal eine gelungene Fusion von fast unzählbaren Einflüssen geworden ist. Am ehesten natürlich die der Jungle und Dub Bewegung aber das ist noch längst nicht alles, was es dort zu entdecken gibt!

Bleibt abschließend zu sagen, dass das Label weiterhin spannend bleibt und sich nicht festlegen lässt, oder noch nicht festgelegt hat. Aber warum auch? Es ist eben Alphacut – rather you like it, or not. Und mit diesem Selbstbewusstsein gekonnt durch die Genres zu surfen gibt dem Label und den einzelnen Songs das berühmte gewisse etwas, diesen Alphacut-Style.
Schön zu hören, wie sich in dieser EP die verschiedenen Tochterlabels musikalisch und stilistisch untereinander die Hand geben und mit dem großen Boss Alphacut konkurrieren.
4 EP’s in einem Jahr und dazu auch noch die Labelneugründung von Bassmaessage ist eine gute Bilanz und lässt – jetzt kommt wieder der Hoffnungsvolle Blick in die Zukunft – das Jahr 2016 fröhlich willkommen heißen. Wir sagen chapeau!

Wer nun in den Besitz dieser Tracks kommen möchte muss, wie immer, auf das bewährte Musikabspielgroßformat zurückgreifen und kann dieses direkt bei Alphacut bestellen:
http://alphacut.net/
oder auf Hardwax:
https://hardwax.com/74718/various-artists/snailphonkdubs-ep/

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